Tag 23: Cartagena de Indias

Die eigentlich für heute Vormittag angesetzte Stadtführung hatten wir auf Vorschlag der Agentur auf den Nachmittag verschoben, da am Morgen eine Aida eingelaufen war, und deren Passagiere die Altstadt überrannten. So holte uns um 14 Uhr Arturo ab, der mal eineinhalb Jahre in Hamburg ein ein halbes Jahr in Stade gelebt hatte.

Wir fuhren zuerst zum Castillo de San Felipe de Barajas, der größten Festung, die die Spanier jemals in ihren Kolonien errichteten. 1657 08begonnen, wurde es 1762 auf seine heutige massive Form erweitert. Nach einer Einführung gab uns Arturo “Freizeit”, während er selbst sich in den Schatten setzte.

Anschließend fuhren wir zur Halbinsel Bocagrande, auf der sich Hochhäuser aneinander reihen wie in Miami. Dort besuchten wir das Museo de la Esmeralda, das Feigenblatt einer Smaragdschleiferei mit angeschlossenen Verkaufsräumen.

Weiter ging es in die Altstadt, wo wir zuerst die Iglesia de Santo Domingo besuchten, die angeblich älteste Kirche der Stadt. Die Information des Lonely Planets, dass der Kirchturm aufgrund von Statikproblemen schief sei, kannte Arturo nicht, und auch sonst waren seine Erläuterungen leider recht knapp und allgemein gehalten. Regelmäßig lieferte er uns irgendwo ab und machte selbst eine kleine Pause…

Vorbei an der Kathedrale, die wohl gerade wegen Renovierung geschlossen ist, und der Plaza de Bolívar kamen wir zum Museo del Oro Zenú. Dort wurden wir vor einem Video über die Entwässerungstechnik der Zenú, der Ureinwohner vor dem Einfall der Spanier, geparkt, was sich ohne jede Erklärung seitens Arturo nicht wirklich erschloss. Das Museum selbst machte fünf Minuten später zu, aber wir wollen ja eh noch in das Museo del oro in Bogotá.

Nach kurzem Weg erreichten wir die Iglesia de San Pedro Claver. Pedro war ein Mönch, der sich um die aus Afrika in Cartagena ankommenden Sklaven kümmerte und dafür später heilig gesprochen wurde.

Schnell um die Ecke gehuscht über die Plaza de la Aduana und die Plaza de los Coches zur Puerta del Reloj, wo sich Arturo von uns verabschiedete. Wir wanderten zurück zur Iglesia de Santo Domingo und genossen ein Feierabendbier, umschwärmt von Verkäufern für Hüte, Armbänder, Sonnenbrillen, Zigaretten. Naschkram und noch einiges mehr, sowie von Musikanten.

Am Abend erkundeten wir noch das Nachtleben in Getsemaní, das erstaunlich rummelig war, insbesondere rund um die Plazoleta de la Trinidad vor der Iglesia de la Santísima Trinidad.

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