Tag 24: San Basilio de Palenque

Wieder einmal hieß es früh aufstehen, bereits um 8 Uhr wurden wir für unseren Ausflug nach San Basilio de Palenque abgeholt – eine gute Entscheidung, denn es wurde ziemlich heiß.

San Basilio de Palenque, el territorio libre de África en Colombia, wurde im frühen 17. Jahrhundert von entlaufenen Sklaven aus dem Kongo, Senegal und Liberia gegründet. Hier lebten sie als freie Menschen und mit ihrer afrikanischen Kultur, Musik und Mentalität. Dabei und durch die lange Isolierung (erst seit 50 Jahren gibt es überhaupt eine Straßenanbindung) entwickelte sich auch eine eigene Sprache, das Palenquero, das nur hier gesprochen wird. 1713 wurde das Dorf vom spanischen König offiziell zum Pueblo Libre de América erklärt.

Von Cartagena aus benötigten wir ca. eineinhalb Stunden; auf der Fahrt kamen wir auch am lokalen Markt vorbei, einer Mischung aus frischem Fisch, Gemüse, Obst und Müll. In gewisser Weise beeindruckend.

In San Basilio de Palenque angekommen, nahm uns Viktor in Empfang. Nach einer kurzen Einführung machten wir einen Rundgang durch das Dorf. Erster Stop war die Statue von Benkos Biohó, dem Gründer des Dorfes. Weiter ging es über die unbefestigten Sandwege zum Haus von Rafael Cassiani, 84 Jahre alt und Chef der Musikgruppe “Sexteto Tabalá”, der uns eine Kostprobe seiner Kunst gab.

Viktor führte uns weiter zur Schule mit dem Denkmal von Kid Pambelé, Boxweltmeister im Weltergewicht 1972, und zu Elida Cañate, die uns in die Geheimnisse der traditionellen Frisuren einweihte. Dann ging es zurück zum Büro am Hauptplatz, wo wir ein leckeres Mittagessen, Fisch mit Kokosreis, serviert bekamen. Als Teller fungierte ein Bananenblatt, Besteck war eine Nussschale.

Nach dem Essen fuhren wir zurück nach Cartagena, wo wir uns von Arturo verabschiedeten. Am Abend schauten wir uns den heute  leider nicht ganz so ganz so grandiosen Sonnenuntergang vom Café del Mar aus an.

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